Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

BOS-Funk im Tunnel

Brand- und Katastrophenschutz erfordern im Bahntunnel die gesicherte Funkkommunikation für Sicherheits- und Rettungsdienste. Die Ausstattung mit entsprechenden Funksystemen ist bei mehr als 500 m Tunnellänge durch die DB vorgeschrieben

Brand- und Katastrophenschutz erfordern im Bahntunnel die gesicherte Funkkommunikation für Sicherheits- und Rettungsdienste. Die Ausstattung mit entsprechenden Funksystemen ist bei mehr als 500 m Tunnellänge durch die DB vorgeschrieben

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Brand- und Katastrophenschutz erfordern im Bahntunnel die gesicherte Funkkommunikation für Sicherheits- und Rettungsdienste. Die Ausstattung mit entsprechenden Funksystemen ist bei mehr als 500 m Tunnellänge durch die DB vorgeschrieben. Es ist sicherzustellen, daß die nächste mobile Feuerwehr-Leitstelle von einem Tunnelportal oder Notausgang aus mit allen Einsatzkräften in Verbindung bleiben kann und gleichzeitig alle Personen erreicht werden, die sich in Rettungsstollen, Technikräumen oder Notausstiegsbereichen aufhalten. Für die Gewährleistung der Funkversorgung innerhalb der Tunnelanlagen (Fahrtunnel, Rettungsstollen, Technikräume und Notausstiege) werden als Antenneneinrichtung HF-Strahlerkabel (Leckkabel) an den Wänden in geeigneter Höhe montiert.

Die Freiflächen im Nahbereich vor den Tunnelöffnungen und vor den Notausstiegen werden im Umkreis von 200 m – 500 m funktechnisch über Außenantennen versorgt. Der Übertragungsbereich des verwendeten Leckkabels kann verschiedene Frequenzbereiche (z.B. das UKW-Rundfunkband, das 2-m- bzw. 4-m-Band) bis zu hohen Frequenzen umfassen.

Für die Funkversorgung des sicherheitsrelevanten BOS-Tunnelfunks werden Sende-Empfangsanlagen in geeigneten Abständen am Tunnelmund und bei Bedarf in Tunnelmitte (lange Tunnel) installiert. Die Ankopplung dieser Sende-Empfangsanlagen an das HF-Strahlerkabel (Antenneneinrichtung) erfolgt jeweils über ein HF-Koppelfeld. Die Anlagen werden im Gleichwellenbetrieb mit Empfängerauswahl (EAW) ausgeführt und arbeiten im Relaisstellenbetrieb (RS1) in Gleichwelle. Die Sende-Empfangsanlagen und die Empfängerauswahl (EAS) sind über 4-Drahtleitungen und NF-Übertrager (NFLÜ) verbunden.

Durch den Gleichwellenfunk ist ein einwandfreier Funkbetrieb zwischen tragbaren (mobilen) Funkteilnehmern im gesamten Tunnelbereich, einschließlich der Notausstiege und der Portale vor dem Tunnel und den Notausstiegen gewährleistet.

Durch den Teleregent III Gleichwellenfunk ist sowohl eine Anbindung an ein bereits vorhandenes BOS-Tunnelfunksystem oder an ein oberirdisches (Freifeld) BOS-Funksystem möglich. Die Funktionalität der bestehenden Funknetze bleibt dabei vollständig erhalten. Darüber hinaus ist eine Anbindung an bestehende Einsatzleitstellen (Polizei, Feuerwehr, BGS) über 4-Drahtleitungen möglich.

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