Stand: 12  Oktober  2008 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Aktuelles aus der Ausbildung

Modellversuch "Move pro Europe"

Abschlusstagung des Modellversuchs MOVE PRO EUROPE am 10. und 11. Juni 2008

Die Abschlusstagung des Modellversuchs MOVE PRO ERUOPE fand am 10. und 11. Juni 2008 bei der Airbus Deutschland GmbH in Hamburg statt. Das Programm der Tagung finden Sie hier. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem insgesamt vierjährigen Projekt wurden den Ausbildungsverantwortlichen und Arbeitnehmervertretern innerhalb der deutschen Standorte der EADS, anderen Unternehmen, Lehrern an beruflichen Schulen sowie Vertretern der Berufsbildungswissenschaft vorgestellt.
Die Dokumentation der Tagung steht in Kürze bereit und wird allen Tagungsteilnehmern zugesendet. Wenn Sie Interesse an den Tagungsunterlagen haben, wenden Sie sich bitte an Fr. Dr. Barbara Burger.

Hintergrund und Ziele des Modellversuchs

Der schnelle technologische Wandel, der sich insbesondere in Unternehmen der Hochtechnologiebranche wie der EADS vollzieht, kann nur mit flexiblen, lernfähigen und motivierten Mitarbeitern gemeistert werden.
Neben einer kontinuierlichen Anpassung an neue Techniken und Verfahren erfordern auch globale Standards für die Einsatzfähigkeit, Qualität und Sicherheit der Produkte eine ständige Überprüfung und Verbesserung der Berufsausbildung.
Vor diesem Hintergrund sucht die EADS durch einen Modellversuch zur Förderung der Kompetenzentwicklung und Identitätsbildung bei Auszubildenden in dualen Hochtechnologieberufen nach Optimierungspotenzial in der eigenen Berufsausbildung.

Die EADS führt den Modellversuch "MOVE PRO EUROPE" in Zusammenarbeit mit dem Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen durch. Gefördert wird das Projekt mit einer Laufzeit von 4 Jahren (September 2004 bis August 2008) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Teilnehmende Standorte sind Augsburg, Bremen (Airbus), Hamburg, Manching und Nordenham mit den luftfahrttechnischen Berufen Fluggerätmechaniker/-in und Elektroniker/-in für luftfahrttechnische Systeme.

Im Wesentlichen verfolgt der Modellversuch folgende Ziele:

  • Die Ausbildung in den luftfahrttechnischen Berufen Fluggerätmechaniker/-in und Elektroniker/-in für luftfahrttechnische Systeme soll stärker an den tatsächlichen Arbeitsprozessen orientiert werden.
  • Die Ausbildung und der Kompetenzerwerb der Auszubildenden sollen transparenter werden, um so eine internationale Vergleichbarkeit der Kompetenzen und Ausbildungsabschlüsse zu erleichtern.
  • Mit dem Modellversuch soll der Erwerb internationaler Zertifikate im Rahmen der dualen Erstausbildung erleichtert und die Ausbildung auf die europäischen Initiativen in der Berufsbildung (Europäischer Qualifikationsrahmen, Europäisches Credit System für die berufliche Bildung) vorbereitet werden.

Stellungnahmen der EADS

Im Rahmen des Modellversuchs MOVE PRO EUROPE entstanden zwei Stellungnahmen der deutschen Gesellschaften der EADS zur gegenwärtigen Diskussion um Innovationen des Berufsbildungssystems sowie zu Europäischen Initiativen in der Berufsbildungspolitik (EQR und ECVET). Die Stellungnahmen im Wortlaut finden Sie hier:

Die Ausbildung zum/-r Fluggerätmechaniker/-in im Arbeitsprozess

Die Ausbildung zum/-r Fluggerätmechaniker/-in im Arbeitsprozess

© EADS

Leonardo-da-Vinci-Pilotprojekt "AEROnet"

Destination: Europe

„Wer, wenn nicht wir?“ Wer könnte sich an einem transnationalen Vergleich von beruflichen Aufgaben, Bildungssystemen und insbesondere Qualifikationswege im Sektor der Luft- und Raumfahrt besser beteiligen als die EADS?
Von 2005 bis 2007 arbeiten EADS-Standorte in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien zusammen in AEROnet, einem LEONARDO-DA-VINCI-Pilotprojekt der Europäischen Union um die typischen Anforderungsprofile in der Luftfahrtmechanik und –elektronik transparent zu machen. Daneben sind namhafte Universitäten und Berufsschulen aus diesen Ländern an AEROnet beteiligt.
Mit einer Methode, die den deutschen Partnern schon aus dem Modellversuch „MOVE PRO EUROPE“ bekannt ist, werden die typischen mechanischen und elektronischen Tätigkeiten empirisch erhoben, die im Arbeitsalltag des Flugzeugbaus anfallen. Ebenfalls noch in einer ersten Projektphase werden die Arbeitsplätze, an denen diese Tätigkeiten von Auszubildenden bzw. Novizen erlernt werden, analysiert. Später soll ein Abgleich mit den jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen und dem Bildungssystem erfolgen um schließlich auch Aussagen darüber ableiten zu können, wie die Bildungssysteme aufgebaut sind, um eine zielgerichtete und effiziente Ausbildung der künftigen Fachkräfte in der europäischen Luft- und Raumfahrt zu gewährleisten.
Erste Treffen haben gezeigt, wie offen, neugierig und zielorientiert unsere Nachbarn und Kollegen mit uns das gemeinsame Ziel unterstützen, durch hoch qualifizierte Arbeitskräfte Europa zum „dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen (Tagung des Europarates von Lissabon, März 2000).

weitere Projektinformationen unter www.pilot-aero.net!

weitere Projektinformationen unter www.pilot-aero.net!

© EADS

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