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Spacelab: Europas Eintrittskarte ins All

25 Jahre Spacelab

Bremen, 28  November  2008

Spacelab

2 min.  51 sec.

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Am 28. November 1983 flog Spacelab zum ersten Mal ins All. Es war der Einstieg Europas in die bemannte Raumfahrt und die Keimzelle für die Führungsrolle Astriums in der bemannten Raumfahrt in Europa: die Entwicklung, Produktion und die Missionen des Weltraumlabors Spacelab. Als die NASA 1973 den Auftrag an Europa vergab, ein Forschungslabor für Experimente in der Schwerelosigkeit zu bauen, konnte noch niemand ahnen, dass mit dieser Auftragsvergabe eine neue Ära der bemannten Raumfahrt für Europa begann.

Nach Abschluss der erfolgreichen Mond-Expeditionen mit dem Apollo-Programm schlug die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA Europa 1972 vor, sich an künftigen bemannten Raummissionen zu beteiligen. Amerika startete die Entwicklung des wieder verwendbaren Space Shuttle und Europas Forschungs- und Wissenschaftsminister stimmten im August 1973 der parallelen Entwicklung des Weltraumlabors Spacelab zu. Im Juni 1974 erteilte die ESA dem von der heutigen Astrium geführten Konsortium den Auftrag zum Bau des Labors. Über 40 große europäische Unternehmen arbeiteten seinerzeit unter Führung der damaligen ERNO Raumfahrttechnik GmbH.

1981 wurde die erste komplette Flugeinheit über die ESA an den amerikanischen Partner NASA ausgeliefert. Am 28. November 1983 startete Spacelab mit der Raumfähre "Columbia" zum Erstflug. Mit an Bord war der Stuttgarter Physiker und ESA-Astronaut Dr. Ulf Merbold als Nutzlastspezialist.

1985 und 1993 standen die Missionen unter dem Vorzeichen "D", die Missionskontrolle oblag dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR), das die Forschungsflüge von ihrem Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen aus betreute. Zur Mannschaft gehörten der niederländische ESA-Astronaut Dr. Wubbo Ockels und die deutschen Astronauten Dr. Reinhard Furrer und Dr. Ernst Messerschmidt (D-1) sowie Dr. Ulrich Walter und Hans-Wilhelm Schlegel (D-2).

Zwischenzeitlich hatte die NASA direkt beim Spacelab-Konsortium unter Führung von Astrium eine zweite Spacelab-Flugeinheit bestellt und mit der Ersatzteillieferung beauftragt. Neben den insgesamt sechs Flügen in einer „Nur-Paletten-Konfiguration„ – also ohne bemanntes Labor - kamen immer wieder Spacelab-Plattformen zum Einsatz, die auch heute noch bei vielen Shuttle-Flügen in der Ladebucht verankert, Geräte und Instrumente aufnehmen.

Mit dem 22. Start – wieder an Bord der „Columbia„ – ging mit der „Neurolab„-Mission im April 1998 die Spacelab-Ära zu Ende. Wie bei den meisten Missionen zuvor, war Astrium mit wichtigen Experimentanlagen und Einrichtungen beteiligt, die im Auftrag der nationalen und europäischen Raumfahrt-Agenturen von ihr entwickelt und gebaut wurden.

  • Spacelab flog in 15 Jahren 22 Missionen
  • Spacelab war 231 Tage im All
  • An Bord des Spacelab führten 149 Astronauten insgesamt 720 Experimente durch.

Ihr Pressekontakt:

Dr. Mathias Spude Tel.: +49 (0) 421 539 4411
www.astrium.eads.net

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