Stand: 11 März 2008 Weiterempfehlen DruckenDrucken

PAMELA: Umweltschutz in neuem Maßstab

In den nächsten zwei Jahrzehnten werden mehr als 6.000 Luftfahrzeuge das Ende ihrer Betriebsdauer erreichen. Die Frage, wie man mit diesen alten Maschinen verfahren soll und gleichzeitig die Umwelt möglichst wenig belastet, verlangt nach Antworten.

Airbus widmet sich diesem vorrangigen Umweltanliegen mit einem innovativen Projekt zur Erprobung modernster Rückbau- und Recyclingverfahren, zur Wiedergewinnung der meisten Wertstoffe und Komponenten, aber auch zur Vermeidung jeglicher Gefahren für Umwelt oder öffentliche Sicherheit.

Am Flughafen von Tarbes im Südwesten Frankreichs findet dazu das PAMELA-Projekt (Process for Advanced Management of End-of-Life Aircraft) statt. Ziel ist es, umweltgerechte Verfahrensnormen für das Recycling von Flugzeugen und deren Wiederverwendung zu 85 Prozent bis 95 Prozent festzulegen. Sämtliche praktischen Optionen für die Demontage, die Weiterverwertung und die Wiederverwendung von Materialien werden anhand einer ausgedienten A300 durchgespielt, deren Rückbau im Februar 2006 begann.

Bei PAMELA geht es aber auch um den Lerneffekt: Indem das Projekt die Frage beantwortet, wie man leicht zu demontierende Flugzeuge konstruiert, wird es zur Formulierung neuer Normen für nachhaltiges Luftfahrzeug-Management beitragen und so als Wegbereiter für künftige Initiativen wirken. „Wir wollen ein Kompetenzzentrum schaffen und das Wissen weiterverbreiten“, erklärt Bruno Costes, Leiter Umweltfragen und Produktionskoordinierung bei Airbus.

Das Projekt PAMELA ist Teil des LIFE-Programms der Europäischen Kommission. Es vereint unter der Führung von Airbus die Partner SITA France, EADS Sogerma Services und EADS Innovation Works sowie die Präfektur des Departements Hautes-Pyrénées. So kombiniert Airbus sein Wissen mit der langjährigen Erfahrung von SITA France im Trennen und Entsorgen von Abfallstoffen. „Dabei beachten unsere Entwicklungsingenieure bereits in der Startphase jedes Konstruktionsvorgangs die relevanten Umweltkriterien – dank eines wirkungsvollen Umweltmanagementsystems“, weiß Costes.

So fließen die Erkenntnisse aus dem PAMELA-Projekt von Anfang an in die Entwicklung der nächsten Flugzeuggeneration ein und erleichtern das so genannte End-of-Life-Management. Bruno Costes: „Die Zusammenarbeit mit Recycling-Experten ermöglicht es uns, bei der Flugzeugentwicklung noch umweltverträglichere Teile zu verwenden und so die Ökobilanz unserer Maschinen zu optimieren.“

Demontage und Rückbau der A300 kommen gut voran. Vor der Stilllegung werden gefährliche Flüssigkeiten abgesaugt und das Flugzeug wird entgiftet – ein wichtiger Schritt, der für einen sicheren, umweltschonenden Prozess sorgt. Dann werden die verschiedenen Komponenten (Triebwerke und deren Träger, Avionik-Schränke, Flugsteuerung, Batterien und Hydraulikpumpen) abgebaut und zerlegt.

Demontage und Rückbau der A300 kommen gut voran. Vor der Stilllegung werden gefährliche Flüssigkeiten abgesaugt und das Flugzeug wird entgiftet – ein wichtiger Schritt, der für einen sicheren, umweltschonenden Prozess sorgt. Dann werden die verschiedenen Komponenten (Triebwerke und deren Träger, Avionik-Schränke, Flugsteuerung, Batterien und Hydraulikpumpen) abgebaut und zerlegt.

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© Airbus

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