EADS (Börsenkürzel: EAD) setzte die gute grundlegende Performance fort und erzielte in der ersten Jahreshälfte 2008 bedeutende Fortschritte in allen Geschäftsbereichen – trotz der weiterhin bestehenden Herausforderungen. In einem unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfeld verzeichnete EADS dank eines attraktiven Produktportfolios im zivilen und Verteidigungsgeschäft einen bemerkenswerten Auftragseingang. Für das Gesamtjahr 2008 bestätigt das Unternehmen trotz der A380-Aufwendungen seine EBIT*-Prognose von € 1,8 Mrd.
„EADS erzielt starke Ergebnisse. Unser Auftragsbestand ist auf Rekordniveau, unsere Produkte und Technologien sind hervorragend. Die Luftfahrtmesse im britischen Farnborough hat dies erst kürzlich eindrucksvoll bestätigt. Im zivilen Markt entsprechen unsere verbrauchsarmen und öko-effizienten Produkte genau dem Bedarf unserer Kunden. Dank weitreichender Anstrengungen in allen fünf Geschäftsbereichen konnten wir unsere wirtschaftliche Performance weiter verbessern,“ sagte der CEO von EADS, Louis Gallois. „Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir die Auswirkungen des anhaltend schwachen US-Dollars bewältigen. Zusätzlich zum erfolgreich laufenden Power8-Programm bringen wir Power8 Plus auf den Weg. Ziel sind zusätzliche Einsparungen und Effizienzsteigerungen in Höhe von € 1 Mrd. in den Jahren nach 2010.“
Airbus erhöhte die Zahl der Flugzeugauslieferungen weiter und übergab 245 Flugzeuge an Kunden (H1 2007: 231 Flugzeuge). Die Fluggesellschaft Emirates nahm vor kurzem ihre erste A380 im Auslieferungszentrum in Hamburg entgegen und wurde damit der zweite Betreiber dieses Flugzeugtyps. Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge stellte die erste A400M im Endmontagewerk im spanischen Sevilla vor. Der Erstflug der A400M wird für Herbst erwartet. Eurocopter verzeichnete einen starken Auftragseingang; der Auftragsbestand erreichte damit ein neues Rekordhoch. Astrium machte große Fortschritte bei der Fertigstellung des militärischen Satellitenkommunikationssystems Skynet 5. Der Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit baute sein Geschäft mit sicheren Kommunikationsnetzen weiter aus und brachte seine Aktivitäten auf dem Gebiet der unbemannten Luftfahrzeuge (UAV) weiter voran.
Der Umsatz stieg dank Zuwächsen in allen fünf Geschäftsbereichen um 8 Prozent auf € 19,7 Mrd. (H1 2007: € 18,4 Mrd.), trotz der Belastung durch den schwachen US-Dollar. Vermehrte Airbus-Auslieferungen (245 Flugzeuge, darunter 4 A380, gegenüber 231 Flugzeugen im Vorjahreszeitraum), höhere Volumina in den Geschäftsbereichen Eurocopter, Astrium sowie Verteidigung und Sicherheit als auch das Erreichen eines Umsatzmeilensteins im A400M-Programm unterstreichen die starke Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2008.
Das EBIT* (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) belief sich im ersten Halbjahr 2008 auf € 1,16 Mrd. gegenüber € 358 Mio. im ersten Halbjahr 2007. Damals wurde vor allem das EBIT* von Airbus durch Rückstellungen für das Restrukturierungsprogramm Power8 und Kosten im Zusammenhang mit dem industriellen Programmstart der A350 stark belastet. Die EBIT*-Steigerung ist das Ergebnis von Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen. Bei Airbus wurden eine starke operative Leistung und erzielte Power8-Einsparungen teilweise aufgezehrt von Aufwendungen in Höhe von € 715 Mio. im Zusammenhang mit der im Mai abgeschlossenen Überprüfung des A380-Programms. In den ersten sechs Monaten 2008 profitierte das Konzern-EBIT* von unterdurchschnittlichen F&E-Aufwendungen. Dieser positive Effekt wird sich jedoch in der zweiten Jahreshälfte umkehren. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 führte der negative Einfluss des US-Dollars zu Anpassungen der Drohverluste und somit zu einer EBIT*-Belastung in Höhe von € 700 Mio. Die Verschlechterung des Sicherungskurses wurde von einem vorübergehenden Überhang fällig gewordener Wechselkurssicherungsgeschäfte kompensiert.
Entsprechend der EBIT*-Entwicklung verbesserte sich das Konzernergebnis von EADS auf € 403 Mio. (H1 2007: € 71 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von € 0,50 (H1 2007: € 0,09). Um dem schwachen Kurs des US-Dollars weiter entgegenzuwirken und gleichzeitig die zukünftige Profitabilität zu sichern, weitet EADS die Aktivitäten zur Wechselkurssicherung deutlich aus. Das Unternehmen begann damit, sein Instrumentarium durch den Kauf einer signifikanten Menge von US-Dollar-Optionen zu erweitern.
Die eigenfinanzierten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) verringerten sich leicht auf € 1.130 Mio. (H1 2007: € 1.266 Mio.).
Im Verlauf des Gesamtjahres werden sie jedoch voraussichtlich steigen, vor allem im Rahmen von Entwicklungsprogrammen bei Airbus, insbesondere für die A350.
Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen erhöhte sich erheblich auf € 962 Mio. (H1 2007: € -29 Mio.) dank eines verbesserten Zahlungsmittelflusses aus der operativen Tätigkeit und verminderten Investitionen in Sachanlagen. Die operativen Cash-Flow-Verbesserungen resultierten vor allem aus gestiegenen Kundenanzahlungen und einem weitaus geringeren Vorratsaufbau. Dementsprechend stieg der Free Cash Flow einschließlich Kundenfinanzierungen auf € 1.043 Mio. (H1 2007: € -67 Mio.) trotz eines Zahlungsmittelabflusses im Zusammenhang mit der Übernahme von PlantCML. Zudem wirkte sich ein Netto-Beitrag aus der Veräußerung von Kundenfinanzierungsforderungen gegenüber einem Zahlungsmittelabfluss im Vorjahreszeitraum positiv aus. In der ersten Jahreshälfte 2008 ist der Cash Flow deutlich weniger von Investitionen in Sachanlagen, Ausgleichszahlungen und Restrukturierungsaufwendungen belastet als dies in der zweiten Jahreshälfte der Fall sein wird. Bis Ende Juni erreichte die Nettoliquidität einen Wert von € 8,1 Mrd. (Jahresende 2007: € 7,0 Mrd.)
In den ersten sechs Monaten 2008 verzeichnete EADS einen bemerkenswerten Auftragseingang im Wert von € 51,2 Mrd. Im Vergleichszeitraum 2007 belief er sich auf den Rekordwert von € 70,1 Mrd., profitierte jedoch von den außergewöhnlich hohen Bestellungen während der Luftfahrtmesse in Paris. Ende Juni erreichte der Auftragsbestand mit € 354,2 Mrd. einen Rekordwert (Jahresende 2007: € 339,5 Mrd.). Die während der Luftfahrtmesse in Farnborough abgeschlossenen Verträge über 247 Flugzeuge sind im Auftragsbestand zum Halbjahresende noch nicht berücksichtigt. Das Wachstum des Auftragsbestands wurde trotz einer Wertanpassung in Höhe von € -17 Mrd. aufgrund des schwächeren US-Dollars zum Halbjahresende erreicht. Die Bestände des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen. Den Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft baute das Unternehmen vor allem dank des Geschäftsbereichs Militärische Transportflugzeuge weiter aus; Ende Juni belief er sich auf € 57,7 Mrd. (H1 2007: € 54,5 Mrd.). Zum gleichen Zeitpunkt beschäftigte EADS 117.198 Mitarbeiter (Jahresende 2007: 116.493).
Die konzernweiten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz kommen gut voran. Das Restrukturierungsprogramm Power8 liegt vor dem Zeitplan und erbrachte im ersten Halbjahr 2008 einen EBIT*-Beitrag in Höhe von rund € 400 Mio. Airbus hat hinsichtlich der Reduzierung von Overhead-Kosten beachtliche Fortschritte erzielt und rund 40 Prozent der Ziele dieses Moduls erreicht. Die konzernweite Auswahl von 28 bevorzugten Zulieferern für Engineering-Dienstleistungen aus einem Kreis von bislang 2.000 markierte einen wesentlichen Schritt hinsichtlich der Umsetzung einer globalen Einkaufsstrategie. Mit Blick auf das Smart-Buying-Modul und das Ziel, Einmalkosten zu begrenzen, passt Airbus Verträge für Zulieferer von Flugzeugkomponenten, Systemen und Ausrüstungen an den Lebenszyklus von Programmen an. Grundlegende Einkaufsziele sind bereits bis 2010 erreicht, vor allem dank schnell wirksamer Maßnahmen, neuen Einkaufsinitiativen und optimierter Logistik. Die Strategie der Veräußerung von Standorten wird weiter verfolgt und die Bildung der neuen Flugzeugkomponentenfirmen in Deutschland und Frankreich kommt voran. Diese müssen die ursprünglichen Power8-Einsparziele vollständig erfüllen. Die Veräußerung des Standorts Laupheim an Diehl/Thales steht vor dem Abschluss; die Verhandlungen über das Werk im britischen Filton werden fortgesetzt. Anfang Juli nahm EADS exklusive Verhandlungen mit DAHER über eine Mehrheitsbeteiligung an EADS Socata auf. Angesichts der Fortschritte und der bislang im Power8-Programm erreichten Erfolge bestätigen EADS und Airbus die ursprünglich veröffentlichten Ziele von Power8 hinsichtlich EBIT*- und Cash-Einsparungen.
Zusätzlich zum erfreulich verlaufenden Power8-Programm startet EADS das konzernweite Programm Power8 Plus. Damit sollen die gegenwärtigen Initiativen über das Jahr 2010 hinaus ausgeweitet werden. EADS wird einen stärkeren Fokus auf den Ausbau der weltweiten Präsenz im Bereich Engineering und Produktion legen. Das Ziel von Power8 Plus ist es, die heute stark vom Euro dominierte Kostenstruktur internationaler zu gestalten und konzernweit von 2011 bis 2012 einen weiteren jährlichen EBIT*-Beitrag in Höhe von € 1 Mrd. zu erreichen. Die entsprechenden Maßnahmen werden dem Europäischen Betriebsrat im Herbst vorgestellt werden.
Ausblick
Der Ausblick von EADS beruht auf einem Schlusskurs von € 1 = US$ 1,45 zum Jahresende 2008.
EADS erwartet für das Jahr 2008 über 850 Flugzeugbestellungen bei Airbus.
Der Umsatz von EADS soll 2008 über € 40 Mrd. erreichen, bei rund 470 Flugzeugauslieferungen im gesamten Jahr.
EADS erwartet 2008 ein EBIT* von € 1,8 Mrd. Die starke grundlegende Performance im ersten Halbjahr über alle Geschäftsbereiche hinweg enthält Potential darüber hinaus. Dennoch erfordert die Entwicklung des A400M-Programms eine vorsichtige Betrachtung. Der Konzern erwartet, dass die Ergebnisse der ersten Flugtests und weitere Verhandlungen mit Kunden und Zulieferern eine solide Grundlage für eine Ermittlung der Gesamtkosten (Cost at Completion) im A400M-Programm darstellen werden.
Zudem könnte eine Verschlechterung des US-Dollar-Schlusskurses zum Jahresende 2008 das Ergebnis belasten. Ausschlaggebend hierfür wären Neubewertungen einiger Bilanzposten bei Airbus, einschließlich Rückstellungen für Drohverluste.
Sollte sich der gegenwärtige Trend fortsetzen, erwartet EADS für das Jahr 2008 vor Einfluss von Kundenfinanzierungen einen Free Cash Flow von € 1 Mrd. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dies die volatilste zu prognostizierende Kennzahl ist.
Geschäftsbereiche zeigen dynamische Performance
Der Geschäftsbereich Airbus steigerte seinen Umsatz auf € 13.586 Mio. (H1 2007: € 12.889 Mio.) vor allem dank hoher Volumina. Airbus lieferte 245 Flugzeuge aus, darunter vier vom Typ A380 (H1 2007: 231 Flugzeuge). Vermehrte Service-Aktivitäten und eine Umsatzrealisierung im A400M-Programm (entsprechend dem internen Arbeitsanteil von Airbus) unterstützten das Umsatzwachstum. Der Zuwachs konnte trotz eines negativen Einflusses des US-Dollars erzielt werden. Das EBIT* schnellte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 auf € 712 Mio. gegenüber € 19 Mio. im Vorjahreszeitraum, als es von außergewöhnlichen Kosten für Restrukturierung und für die A350 belastet wurde. Das gestiegene EBIT* spiegelte sowohl die hervorragenden Auslieferungsleistungen für die A320- und A330-Familien als auch Einsparungen im Rahmen von Power8 wider. Das EBIT* entwickelte sich positiv – trotz der Aufwendungen im A380-Programm (€ 715 Mio.; sie stellen die Anpassung der Drohverluste aufgrund der im Mai angekündigten Veränderung im Produktionshochlauf der A380 dar) und der Belastung durch den US-Dollar.
Im ersten Halbjahr 2008 verzeichnete Airbus eine weiterhin starke Nachfrage und verbuchte Brutto-Bestellungen für 525 Flugzeuge (487 Netto-Bestellungen). Dieser Markterfolg in Zeiten hoher Ölpreise ist der herausragenden Effizienz des Airbus-Produktportfolios zu verdanken. Der Auftragseingang führte zu einem Marktanteil von 52 Prozent. Die Brutto-Bestellungen der ersten sechs Monate 2008 umfassen 335 Flugzeuge der A320-Familie, 105 vom Typ A330, 82 vom Typ A350 und drei vom Typ A380. Zum 30. Juni 2008 verfügte Airbus über einen Auftragsbestand im Wert von € 294,8 Mrd. basierend auf Listenpreisen (Jahresende 2007: € 283,8 Mrd.). Fünf A380-Flugzeuge sind außerordentlich erfolgreich im täglichen Linienbetrieb im Einsatz; erst vor kurzem erhielt Emirates ihre erste A380. Die während der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough unterzeichneten Verträge über 247 Flugzeuge – darunter 98 vom Typ A350 – sind im Auftragsbestand zum Halbjahr nicht berücksichtigt. Nach Stückzahlen erhöhte sich der Auftragsbestand zum 30. Juni auf eine Rekordzahl von 3.663 Flugzeugen (Jahresende 2007: 3.421 Flugzeuge) und entspricht damit einer Produktion von sechs Jahren.
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Militärische Transportflugzeuge stieg in der ersten Jahreshälfte 2008 auf € 898 Mio. (H1 2007: € 307 Mio.) dank der Umsatzrealisierung bei Erreichen des Power-On-Meilensteins im A400M-Programm. Dieser war aus dem Jahr 2007 verschoben worden und hat einen Wert von rund € 400 Mio. Im ersten Halbjahr 2007 war dagegen keine Umsatzrealisierung erzielt worden. Das EBIT* des Geschäftsbereichs verbesserte sich leicht auf € -20 Mio. (H1 2007: € -29 Mio.).
Die Anspannung im A400M-Programm besteht unvermindert weiter, jedoch markierte der Roll-Out der ersten A400M aus der Endmontage im spanischen Sevilla Ende Juni einen wichtigen Fortschritt. Das Flugzeug wird derzeit einem intensiven Testprogramm unterzogen; der Erstflug wird für Herbst erwartet.
Im Zusammenhang mit der teilweisen Neuausschreibung des Tankerauftrages der US-Luftwaffe zeigen sich EADS und der Partner Northrop Grumman weiterhin zuversichtlich, das den Anforderungen am besten entsprechende Tankflugzeug ins Rennen geschickt zu haben. Die Partner begrüßen die Entscheidung des Kunden, die Ausschreibung rasch abschließen zu wollen und sind darauf vorbereitet, eine ergänzte Aufforderung zur Angebotsabgabe (Request for Proposal) schnell zu beantworten. Dank der Tankflugzeugbestellungen aus Großbritannien und Saudi-Arabien und Verträgen über zwei Transportflugzeuge vom Typ CN-235 erhöhte sich der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs bis Ende Juni auf € 23,2 Mrd. (Jahresende 2007: € 19,9 Mrd.)
Der Geschäftsbereich Eurocopter verzeichnete eine erneut dynamische Geschäftsentwicklung. Der Umsatz erhöhte sich weiter um neun Prozent auf € 1.795 Mio. (H1 2007: € 1.644 Mio.). Ursache dafür sind anhaltend steigende Serienhubschrauber-Auslieferungen und vermehrte Forschungsaktivitäten für Kunden. Das EBIT* verdreifachte sich auf € 104 Mio. ausgehend von € 35 Mio. im ersten Halbjahr 2007, als es durch außergewöhnliche Kosten im NH90-Programm belastet wurde. Das EBIT*-Wachstum bei Eurocopter spiegelt einen positiven Volumeneffekt wider. Es wurde trotz des unvorteilhaften US-Dollarkurses und höherer F&E-Aufwendungen erzielt. Im ersten Halbjahr 2008 übergab Eurocopter 254 Hubschrauber an Kunden (gegenüber 209 Hubschraubern im Vorjahreszeitraum). Eurocopter lieferte bereits 14 in Columbus, Mississippi, gefertigte Hubschrauber vom Typ UH-72A aus – alle im oder vor dem Zeitplan. Der Hochlauf der NH90-Produktion geht voran: Im ersten Halbjahr 2008 wurden neun Hubschrauber dieses Typs ausgeliefert, darunter der erste an Finnland.
Der Geschäftsbereich baute seine internationale Präsenz weiter aus und unterzeichnete im Juni ein Kooperationsabkommen mit der brasilianischen Regierung. Mehr als 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Eurocopter im Dienstleistungsgeschäft. Mit dem Ziel, diese Aktivitäten weiter zu stärken, erwarb Eurocopter den deutschen Wartungsspezialisten Motorflug Baden-Baden (kartellrechtliche Genehmigung steht noch aus). Von Januar bis Juni 2008 verkaufte Eurocopter 475 Hubschrauber (H1 2007: 481). Dies führte zu einem Auftragsbestand von 1.609 Hubschraubern (Jahresende 2007: 1.388). Dies entspricht einem Rekordwert in Höhe von € 14,6 Mrd. (Jahresende 2007: €13,5 Mrd.).
Die Erfolge von Astrium in den ersten sechs Monaten 2008 zeigen einen klaren Fokus auf Effizienz und Innovation. Der Geschäftsbereich konnte seinen Umsatz weiter auf € 1.701 Mio. (H1 2007: € 1.420 Mio.) steigern. Gründe für diesen 20-prozentigen Zuwachs sind vor allem eine erhöhte Produktionsrate für die Ariane 5 und der Hochlauf der Paradigm-Dienstleistungen. Das EBIT* wuchs deutlich auf € 88 Mio. (H1 2007: € 47 Mio.). Dies entspricht der Umsatzentwicklung und operativen Verbesserungen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007. Das EBIT*-Wachstum glich die unvorteilhaften Auswirkungen eines sich gegenüber dem Euro abschwächenden Kurs des Britischen Pfunds weit mehr als aus.
Im Paradigm-Programm hat Astrium mit dem erfolgreichen Start des dritten Skynet-5-Satelliten im Juni die Satellitenflotte für militärische Satellitenkommunikation komplettiert. Die Astrium-Tochtergesellschaft Paradigm stellt dem britischen Verteidigungsministerium damit moderne Dienstleistungen zur Verfügung. Mit der Inbetriebnahme des Weltraumlabors Columbus an der internationalen Raumstation ISS, dem Start des unbemannten Raumtransporters ATV mit einer leistungsgesteigerten Version der Ariane 5 und dem Andocken des ATV an die ISS hat Astrium drei herausragende Erfolge erzielt. Im Juli erweiterte Astrium seine Erdbeobachtungsaktivitäten mit der Übernahme eines Mehrheitsanteils an Spot Image. Von der europäischen Weltraumagentur ESA erhielt Astrium einen Serviceauftrag für den europäischen Teil der ISS. Zudem wurde Astrium von der ESA mit dem Bau der beiden Erdbeobachtungssatelliten EarthCARE und Sentinel-2 beauftragt. Mit weiteren Aufträgen über den Bau von Telekommunikationssatelliten wie Express AM4 erreichte der Auftragsbestand von Astrium Ende Juni 2008 den Wert von € 12,8 Mrd. (Jahresende 2007: € 12,9 Mrd.).
Der Umsatz des Geschäftsbereiches Verteidigung und Sicherheit stieg auf € 2.167 Mio., verglichen mit € 2.063 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs ist vorwiegend auf stärkere Beiträge aus dem Eurofighter- und Verteidigungs-elektronikgeschäft und die erstmalige Konsolidierung von PlantCML zurückzuführen. Das EBIT* des Geschäftsbereichs verbesserte sich stark gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 auf € 134 Mio. (H1 2007: € 70 Mio.) dank operativer Verbesserungen in allen Bereichen, insbesondere im Eurofighter- und Lenkflugkörpergeschäft, sowie geringeren Strukturkosten. Im Zusammenhang mit der veränderten MBDA-Konsolidierung wurden die Zahlen des ersten Halbjahrs 2007 entsprechend dem 37,5-Prozent-Anteil an MBDA angepasst.
Dem Geschäftsbereich gelangen weitere Erfolge im Geschäft mit unbemannten Luftfahrzeugen (Unmanned Aerial Vehicle, UAV), und er erhielt die Flugzulassung für das SIDM-System. Eine erste Tranche von 25 DRAC-Systemen wurde an das französische Verteidigungsministerium ausgeliefert; eine zweite Tranche von 35 dieser Mini-UAV-Systeme wurde bestellt. EADS ist zur Zeit das einzige europäische Unternehmen, das die Kundenanforderungen vom strategischen bis zum taktischen Bereich sowohl mit großen als auch mit kleinen UAVs abdecken kann. Im Geschäft mit sicheren Kommunikationsnetzwerken verzeichnete der Geschäftsbereich Exportaufträge aus Hongkong, Katar und Brasilien. Zudem hat EADS Eurofighter-Angebote in Indien und der Schweiz abgegeben. Anfang Juli erhielt EADS den Auftrag, die Radaranlagen an deutschen Militärflughäfen zu erneuern. Der Auftragsbestand verbesserte sich leicht auf € 18,0 Mrd. (Jahresende 2007: € 17,8 Mrd.).
Zentrale und Übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einem EADS- Geschäftsbereich):
Die Übrigen Aktivitäten (ATR, EADS EFW, EADS Socata, EADS Sogerma und EADS North America) erzielten einen Umsatz in Höhe von € 688 Mio. (H1 2007: € 668 Mio.). Das EBIT* belief sich im ersten Halbjahr 2008 auf € 35 Mio. (H1 2007: € 45 Mio.).
In den ersten sechs Monaten 2008 lieferte der Regionalflugzeughersteller ATR 22 Flugzeuge an Kunden aus (H1 2007: 20 Flugzeuge); sieben neue Flugzeuge wurden bestellt. Damit belief sich der Auftragsbestand zum 30. Juni auf 180 Flugzeuge. EADS EFW erfuhr Belastungen aus einem unvorteilhaften Produkt-Mix verglichen mit dem ersten Halbjahr 2007 aufgrund verminderter Frachterumrüstungen, profitierte jedoch von einem stärkeren Geschäft mit Flugzeugkomponenten. Die Zusammenarbeit mit Lufthansa Technik bei der Umrüstung und Modifizierung von Airbus-Flugzeugen sowie mit russischen Partnern für die A320-Frachterumrüstung werden das zukünftige Geschäft stärken. EADS Socata lieferte 21 TBM 850 an Kunden aus und verfügt für dieses Flugzeug über einen Auftragsbestand von 91 Maschinen. Anfang Juli nahm EADS exklusive Verhandlungen mit DAHER über eine Mehrheitsbeteiligung an EADS Socata auf.
EADS Sogerma verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2008 eine solide Geschäftsentwicklung. Zum 30. Juni 2008 erreichte der Auftragsbestand der Übrigen Aktivitäten einen Wert von € 3,0 Mrd. (Jahresende 2007: € 2,7 Mrd.). Das EBIT* der Zentrale/Konsolidierung ging gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurück. Damals wirkten sich die Veräußerung des EADS-Anteils an Embraer und von Liegenschaften positiv auf das EBIT* aus.
EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 39,1 Milliarden im Jahr 2007 und rund 116.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und Astrium, die europäische Nummer 1 im Raumfahrtgeschäft mit Programmen wie Ariane und Galileo. Die Sparte Verteidigung und Sicherheit bietet ihren Kunden umfassende Systemlösungen an, ist für EADS größter Partner im Eurofighter-Konsortium und wesentlicher Anteilseigner am Lenkflugkörperhersteller MBDA. Die Sparte Militärische Transportflugzeuge entwickelt die A400M.
* EBIT
Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.
EADS Corporate Communications:
Pierre Bayle
Tel.: +33 1 42 24 20 63
Edmund Reitter
Tel.: +49 89 607 34510
Gaëlle Pellerin
Tel.: +33 1 42 24 22 54
Markus Wölfle
Tel.: +49 89 607 34287
José María Palomino
Tel.: +34 91 585 77 89
EADS – Ergebnisse für das erste Halbjahr (H1) 2008
Im zweiten Quartal 2008 erhöhte sich das EBIT* auf € 389 Mio. gegenüber € 270 Mio. im Vorjahreszeitraum dank stärkerer Beiträge der Geschäftsbereiche Astrium sowie Verteidigung und Sicherheit. Das EBIT* von Eurocopter wuchs deutlich verglichen mit dem zweiten Quartal 2007, in dem es von einer Rückstellung im NH90-Programm belastet wurde. Das EBIT* von Airbus blieb nahezu stabil trotz eines höheren Einmaleffekts im zweiten Quartal 2008 (Kosten im A380-Programm) verglichen mit den Kosten im Zusammenhang mit dem Programmstart der A350 im Vorjahreszeitraum.
Im Zusammenhang mit der geänderten MBDA-Konsolidierung auf 37,5 Prozent wurden die Zahlen des zweiten Quartals 2007 und des ersten Halbjahrs 2007 entsprechend angepasst.
Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten
Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Konzernergebnis. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 wurde die Konsolidierung von EADS North America geändert, indem Teile aus dem Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit in die Übrigen Aktivitäten übertragen wurden. Die Führung bedeutender Geschäftselemente verbleibt jedoch bei den entsprechenden Geschäftsbereichen. Die Zahlen des zweiten Quartals 2007, des ersten Halbjahrs 2007 und zum 31. Dezember 2007 wurden entsprechend angepasst. Im ersten Halbjahr 2008 enthält der Umsatz von EADS North America vorwiegend Umsätze im Zusammenhang mit der Hauptauftragnehmerschaft für das LUH-Programm.
Das EBIT* der Zentrale/Konsolidierung enthält den Ergebnisbeitrag von Dassault; im ersten Halbjahr 2007 enthielt das EBIT* der Zentrale/Konsolidierung zudem den Gewinn aus der Veräußerung des EADS-Anteils an Embraer und von Liegenschaften.
Beiträge und Bestände aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand von EADS basieren auf Listenpreisen.
ATR, EADS EFW, EADS Socata, EADS Sogerma sowie EADS North America werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.
Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):
Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.
In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.
Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.
Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.
Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 24. April 2008 entnommen werden.
European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V. Le Carré · Beechavenue 130-132 · 1119 PR Schiphol Rijk · Niederlande
EADS Deutschland GmbH · 81663 München · Deutschland EADS France S.A.S. · 37, boulevard de Montmorency · 75781 Paris Cedex 16 · Frankreich EADS CASA · Ava. de Aragón, 404, 28022 Madrid · Spanien